Gebratene Grashüpfer müssen es ja nicht gerade sein, obwohl sie in Mexiko als Delikatesse gelten und in kleinen Tütchen verkauft werden wie bei uns die Erdnüsse. Da greift der Reisende lieber zu Tacos und Tortillas, den von daheim bereits bekannten Schnellimbiss-Spezialitäten. Schade, wenn es dabei bliebe. Denn die mexikanische Küche ist ein Fest fürs Auge und äußerst variantenreich. Mit Gewürzen wird nicht gespart, aber längst nicht jedes Gericht ist so scharf, dass es einem den Atem verschlägt. Süß darf es natürlich auch sein, wobei das, was zunächst absurd klingt, überraschend gut schmeckt. Beispielsweise Truthahn mit Schokoladensoße oder ein mit Chili aufgepeppter Obstsalat. Zwanzig Jahre lang hat Marilyn Tausend Mexikos Provinzen bereist und die interessantesten Rezepte gesammelt. Wer sie nicht sofort nachkochen will – ein Blick auf die ganzseitigen Farbfotos, und die Urlaubserinnerung kehrt zurück. No

Mittelasien ist ein sehr nüchtern klingender geografischer Begriff für eine Region, deren vom Islam geprägte Architektur noch heute den Zauber des alten Orients erkennen lässt. Das Gebiet umfasst fünf Republiken, die nach dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums Selbstständigkeit erlangten. Die bekannteste unter ihnen ist Usbekistan mit der ehemals märchenhaft reichen Stadt Samarkand. Bedeutung erlangte Samarkand im 14. Jahrhundert als wichtige Station an der Seidenstraße und Sitz des Mongolenherrschers Timur Lenk. Zu Sowjetzeiten waren die historischen Bauwerke aus glorioser islamischer Vergangenheit dem Verfall preisgegeben. Doch nun werden sie mit hohem finanziellen Aufwand wieder restauriert – Zeichen einer historischen und religiösen Rückbesinnung, aus der ein nationales Selbstverständnis wachsen soll. Als prägende Kraft für den Weg in eine neue Zukunft erlebt der Islam in den mittelasiatischen Gebieten derzeit eine stürmische Wiedergeburt. Auch immer mehr Touristen interessieren sich für das Kulturerbe dieser in Europa wenig bekannten Region, deren islamische Monumental-Architektur sich durchaus mit vergleichbaren Ensembles in Iran und im Irak messen kann. Den in leuchtenden Türkis- und Blautönen schwelgenden Ornament-Mustern der Fayencen, wie sie Moscheen, Medresen, sogar Minarette zieren, ist der Fotograf Franz Binder so leidenschaftlich erlegen, dass Motive dieser Art den Band dominieren. Einleitende Texte machen mit der ereignisreichen, oftmals verworrenen Geschichte der seit jeher von vielen Völkern bewohnten Region bekannt. No

Australien beflügelt die Fantasie all jener, die von einer Auszeit träumen oder von einem spannenden Abenteuerurlaub. Neben nützlichen Tipps zur Reisevorbereitung wie Impfungs- und Visamodalitäten gibt Andrea Buchspieß in ihrem Praxishandbuch auch sinnvolle Entscheidungshilfen für Individualreisende, die einen Langzeitaufenthalt planen. In acht übersichtlich gegliederten Kapiteln findet der Leser hilfreiche Ratschläge zu Jobsuche und Reisefinanzierung, ebenso allerlei Wissenswertes zu einem Land, das neben sandigem Outback tropische Regenwälder, atemberaubende Riffe und Metropolen wie Sydney oder Melbourne zu bieten hat. Verschiedene Reiserouten, eine Menge Adressen von Veranstaltern und Gastronomiebetrieben ermöglichen, das Australienabenteuer individuell zu gestalten. Ergänzt wird das handliche und preisgünstige Büchlein durch zahlreiche weiterführende Literaturhinweise und Internet-Links im Anhang. MDO

Surfen von A bis Z , rund um den Globus von Ägypten bis Zypern. Der Internet-Kompass von Christian Schnieders und ZEIT-Online-Redakteurin Melanie Ruprecht führt, ähnlich einem Länder-Almanach, mehr als 10000 Weblinks zu den derzeit 194 Staaten der Erde auf. Zunächst kann sich der Leser einen Überblick darüber verschaffen, welche Veranstalter einen empfehlenswerten Internet-Auftritt haben, wie man sich mit Hilfe von Foren und Chats auf die Ferien vorbereitet und welche Möglichkeiten es gibt, etwa eine Sprachreise günstig zu planen. Es folgt ein alphabetisch geordneter Teil, in dem die jeweiligen Reiseländer mit Kurztext, Karte und einem Steckbrief zu den wichtigsten geopolitischen Daten vorgestellt werden. Daneben finden sich hilfreiche Web-Adressen, angefangen bei diplomatischen Vertretungen, über Unterkunftsnachweise bis hin zu Gastronomieführern oder den Homepages der wichtigsten Tageszeitungen. Am Ende des handlichen Büchleins findet der Leser einen sechsseitigen Atlas, in dem alle Staaten und Regionen aufgeführt sind, die eine eigene Internet-Kennung besitzen. MDO