Noch im Juni konnten Deutschlands Autoverkäufer sich freuen, dass sie im Vergleich zum Vorjahresmonat vier Prozent mehr Neuwagen verkaufen konnten. Die Ernüchterung folgte sofort: Im Juli gab es im Vergleich zu 2003 ein Minus von 7,1 Prozent. Damit ergibt sich für die ersten sieben Monate insgesamt ein Rückgang um 2,2 Prozent. Der Verband der Automobilindustrie VDA sieht den hohen Ölpreis und die anhaltende Verunsicherung der Verbraucher als Ursache für die schlechten Verkäufe. Allerdings legten im Juli die Inlandsorders gegenüber Juli 2003 zu, sodass noch Hoffnung besteht, wenigstens das Resultat des Vorjahres einzustellen.

Trotz der Flaute zeigen die Erfolge einzelner Marken, dass es doch Mittel gibt, gegenzusteuern. Mit attraktiven neuen Modellen (Volvo), Zuverlässigkeit (Toyota/Lexus, Subaru) oder einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis (Daewoo, Hyundai) können immer noch deutliche zweistellige Zuwachsraten erreicht werden. Japaner und Koreaner haben es offenbar auch geschafft, den Designgeschmack der deutschen Kundschaft zu treffen. Noch allerdings sind die Stückzahlen der einzelnen Modelle zu gering, um in die ZEIT-Autosellerliste vorzudringen. Diese wird immer noch von deutschen Autos dominiert.