Studiengebühren sollen den Hochschulen Geld bringen, den Finanzministern brächten sie jedoch Millionenverluste, prognostiziert Dieter Dohmen, Leiter des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie in Köln. Grund für die Löcher in den Kassen sind preiswerte Kredite für Studiengebühren, die sozial schwache Studenten erhalten sollen. Erst wenn sie später im Beruf genug verdienen, wären die Kredite fällig. Diese Rückzahlungen sind von der Steuer absetzbar. Beanspruchten zwei Millionen Studenten diesen Steuervorteil, dann verlören (bei 500 Euro Semestergebühren) Bund und Länder jährlich eine halbe Milliarde Euro, rechnet Dohmen vor. Diesen Betrag könnten die Finanzminister von den Hochschulen zurückfordern, ohne raffgierig zu sein.

Schwere Hautreaktionen können die Folge des Genusses von Shiitake-Pilzen sein, warnt das Berliner Bundesamt für Risikoforschung (BfR). Der beliebte Würz- und Speisepilz ruft in seltenen Fällen streifenförmige Hautrötungen am Körper, an Armen, Beinen und im Nacken hervor. Verursacht werden die als Flagellanten-Dermatitis bekannten roten Streifen durch einen Stoff (Lentinan), der sich entgegen früherer Meinung nicht durch starkes Kochen oder Braten zerstören lässt. Betroffene sollten deshalb Shiitake-Pilze meiden und ihren Fall dem BfR melden.

Erratum: Die Materieblase, die das Hubble-Teleskop beobachtet hat (ZEIT Nr. 35/04), expandiert zwar sehr schnell, aber nicht schneller als das Licht: Die Geschwindigkeit beträgt 7 Millionen Kilometer pro Stunde, nicht pro Sekunde.