Jetzt startet auch die amerikanische Vereinigung der Kinofilmindustrie, die Motion Picture Association of America (MPAA), eine eigene Klagewelle gegen Raubkopierer. Die Strategie ist allerdings anders als die der Kollegen bei der Tonträgervereinigung RIAA, die seit Monaten Raubkopierer und Internet-Filesharer vor die Richter zerrt.

Die Filmemacher haben es vorerst nicht auf Heimnutzer abgesehen. Sie klagen gegen Chiphersteller. Allen voran hat es jetzt Sigma Designs im kalifornischen Milpitas und Media Tek aus Taiwan getroffen, die jene DVD-Entschlüsselungschips herstellen, ohne die man sich DVD-Filme nicht anschauen kann. Die Firmen sollen ihre Produkte an fragwürdige Gerätehersteller weiterverkauft haben - solche nämlich, die es allzu leicht machen, DVDs zu kopieren.

Das Ziel: Anders als bei den ungeschützt kopierbaren CDs und Internet-Versionen von Musikstücken will die Branche bei Filmen einen Schritt früher ansetzen. Es soll einfach so wenig Geräte wie möglich auf dem Markt geben, mit denen man Filme kopieren kann.