Legalize it!

Springfield, Heimat der amerikanischen Comicfamilie The Simpsons, war bislang nicht als Hort gleichgeschlechtlicher Liebe bekannt. Einzig Waylon Smithers, Assistent von Kraftwerksbetreiber Montgomery Burns, war seinem altersschwachen Chef in stiller Liebe zugetan. In der 16. Staffel der Kultserie wagt nun Marge Simpsons Schwester Patti Bouvier das Outing. Die kettenrauchende Junggesellin hat sich in die ortsansässige Berufsgolferin verliebt. Matt Groening, Erfinder der Simpsons, kündigte nun an, die Homoehe in seiner Trickfilm-Stadt legalisieren zu wollen: ein Seitenhieb auf die Bush-Regierung, die kürzlich ein Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen in die Verfassung schreiben wollte. Dem Ansinnen des Präsidenten schob der Senat in Washington einen Riegel vor. Ob und wann Waylon Smithers und Mister Burns den Bund fürs Leben schließen, wollte Groening allerdings nicht bekannt geben.

Symbolfoto.

In der vergangenen Woche hat sich die ZEIT in ihrer Titelgeschichte mit der illegalen Einwanderung von Frauen aus der Dritten Welt beschäftigt. Viele von ihnen verdingen sich als Dienstmädchen in deutschen Haushalten und unterstützen mit ihrem Geld die daheim zurückgelassenen Familien. Erzählt wurde die Geschichte einer jungen Frau aus den Philippinen, die in Frankfurt putzt - ohne Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis. Um ihre Anonymität zu schützen, haben wir für die Illustration des Artikels Fotomodels engagiert, die keinen Bezug zur Geschichte haben. Die Bildunterschriften (Illegale Putzfrauen aus der Dritten Welt) konnten Leser jedoch annehmen lassen, die abgebildeten Frauen seien tatsächlich als illegale Dienstmädchen in Deutschland tätig. Um Missverständnisse zu vermeiden, wird die ZEIT künftig Illustrationen dieser Art präzise kennzeichnen.

Berichtigung.

In dem Artikel Mord von Staats wegen (ZEIT Nr. 35/04, Seite 3) hieß es fälschlich, von dem makedonischen Ort Rastanski Lojza seien die Minarette von Lipkovo zu sehen. Es sind aber die Minarette von Aracinovo. Sie bilden einen Kontrapunkt zum über 70 Meter hohen Kreuz auf dem Berg Vodno.