Sie wird wie ein Mond im blau schimmernden Wasser liegen, und möglicherweise werden die Scheichs von Dubai vor Neid erblassen, wenn die Ferienanlage Moon Bahamas im Jahre 2010 eröffnet wird: 25 Quadratkilometer groß, verteilt auf fünf künstliche Inseln, 22000 Luxus-Eigentumswohnungen und 12000 Zimmer in einem 400 Meter hohen Hotelkomplex. Geplant sind der Nachbau der Internationalen Raumstation (ISS), in der man wie ein Astronaut leben kann und per Videokonferenz mit den Astronauten in der echten ISS kommuniziert. Hinzu kommen Golf- und Tennisplätze sowie das Moon Casino, mit einer Fläche von 55000 Quadratmetern das größte der Welt. Geplant ist auch eine große botanische Anlage mit den verschiedenen Klimazonen der Erde, in der Gemüse angebaut wird, das dann in den Küchen der 50 Resort-eigenen Restaurants verarbeitet wird. Selbst der Wintersport soll nicht zu kurz kommen. Fünf Milliarden Dollar wird das Projekt kosten. "Build it and they will come" lautet das Motto des kanadischen Geschäftsmannes Michael Henderson. Der Meinung ist auch die Bahamas Port Authority, die Henderson nun den Zuschlag für den Bau der Anlage vor der Nordküste erteilt hat.

Mr. Henderson, Sie sind 14-mal um die Welt geflogen, um für ihr Projekt "Moon" zu werben. Hat man sie für größenwahnsinnig erklärt?

Natürlich. Aber je weiter das Projekt voranschreitet, desto mehr Leute nehmen es ernst. Ich habe eine Menge toller Leute kennen gelernt. Unter anderem Buzz Aldrin, der direkt nach Neil Armstrong der zweite Mann auf dem Mond war.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen?

Zwölf Menschen waren bislang auf dem Mond. Wir glauben, dass es sechs Milliarden gibt, die gern dorthin reisen würden. Jeder hat schon einmal hoch gesehen und sich gefragt, wie es da oben wohl aussieht. Der Mond ist ein universelles Produkt.