Erste Antwort: Haben Sie es einmal mit einer Doppelseite der ZEIT probiert? Zugegeben, die achte Faltung sieht nicht mehr sehr ansehnlich aus, aber mit etwas Fantasie…

Zweite Antwort: Das Problem ist in erster Linie kein mechanisches, sondern ein mathematisches. Deshalb wird Ihnen auch Ihre Dampframme nicht viel nützen – die bewirkt allenfalls, dass das Papier reißt. Wir können ruhig annehmen, dass wir einen langen Streifen Papier immer in derselben Richtung falten. Der Stapel wird beim Falten sehr schnell sehr dick: beim achten Mal schon 17 Millimeter. Vor allem aber verbrauchen die Faltkanten ungeahnte Mengen Papier. Wenn man annimmt, dass die Papierlagen immer schön halbkreisförmig dicht umeinander liegen, dann kann man das mit ein bisschen elementarer Mathematik berechnen. Die amerikanische High-School-Schülerin Britney Gallivan hat das getan und die minimale Länge L des Papierstreifens in Abhängigkeit von der Dicke d des Papiers berechnet. Die Formel:

Das führt sehr schnell zu großen Zahlen – aber es ist nicht einzusehen, warum es eine grundsätzliche Schranke geben sollte. Um Zeitungspapier zehnmal zu falten, muss der Streifen nach dieser Formel mindestens 36 Meter lang sein. Die Schülerin hat übrigens persönlich eine zwölffache Faltung realisiert. Christoph Drösser

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