Höchstalter: Eltern sollten bei der Adoption nicht mehr als 40 Jahre älter als das Kind sein, sagt ein Richtwert, von dem die Jugendämter abweichen können. Hingegen muss ein Partner mindestens 25, der andere 21 Jahre alt sein.

Prüfung: Eltern werden im Eignungsprüfungsverfahren bis in die Intimsphäre durchleuchtet – Gehalt, Gesundheit oder seelisches Befinden sind Kriterien. Dieses Verfahren dauert Wochen oder Monate. Das Warten auf ein Kind kann dann nach einem Jahr zu Ende sein – oder auch erst nach sieben Jahren.

Wahrscheinlichkeit: Bewerber um ein deutsches Adoptivkind haben es schwer. Auf ein freigegebenes Kind kommen etwa 13 interessierte Paare, weshalb viele Adoptionswillige im Ausland suchen.

Zahlen: 2003 wurden in Deutschland 5.330 Kinder adoptiert, etwa ein Viertel war weniger als drei Jahre alt. Knapp ein Drittel, 1.720, kam aus dem Ausland.

Auslandsadoption: Staatlich anerkannte Adoptionsvermittlungsstellen sind oft auf Länder spezialisiert und leiten Elternbewerbungen ins Ausland weiter. Berichte über geeignete Kinder werden mit Jugendamt und Eltern beraten.

Kosten: Das Jugendamt verlangt circa 100 Euro Gebühr. Die Kosten für die Agenturvermittlung schwanken, liegen aber leicht im vierstelligen Euro-Bereich.