Die Zeiten sind härter geworden zwischen Kiruna und Trelleborg: Elche essen den Wald auf. Zwar ist Schweden, wie wir Deutsche wissen und schätzen, mit üppigem Baumbestand gesegnet, trotzdem wird die Elchplage zum forstwirtschaftlichen Problem. Bereits 350 000 dieser Tiere durchstreifen das Land, knabbern vorzugsweise an Jungfichten und schlagen mit einer Tagesration von jeweils neun Kilo unsere deutschen Borkenkäfer um Längen. Hunderte von Millionen Euro koste dies pro Jahr, klagen die Schweden nun - verständlich, dass sie sich das Geld von irgendjemandem wiederholen wollen.

Aber warum gerade von uns? Deutschland ist schon jetzt eines der teuersten Ikea-Länder, und nun wollen die Schweden auch noch drei Euro mehr für ein Billy-Regal? Dass dort wegen der Elche die Bretter knapp werden, lassen wir als Argument jedenfalls nicht durchgehen - Billy & Co werden ja wahrscheinlich in osteuropäischen Billigwald-Ländern gepresst.

Liebe Schweden, stets haben wir euch bewundert: Eure Wirtschaft wächst schneller, es gibt weniger Arbeitslose - damit können wir leben. Ihr seid klüger, wohnt in roten Häusern mit blonden Frauen - okay. Aber lasst uns wenigstens die billigen Möbel. Wenn ihr schon so scharf auf Euro seid, könntet ihr ja der Währungsunion beitreten. Vielleicht werden wir dann wieder Freunde.