Im Ausland sind deutsche Autos weiter gefragt. Im August lagen die Exporte mit 213 313 Pkw und Kombis um 17 Prozent über dem Vorjahr, in den ersten acht Monaten konnten die Hersteller damit ein Plus von 6 Prozent verbuchen, meldet der Verband der Automobilindustrie (VDA). Besonders begehrt sind auch im Ausland die Dieselmodelle, die offenbar von den steigenden Spritpreisen profitieren. Weniger erfreulich läuft es für Mercedes-Benz, Volkswagen & Co bislang allerdings auf dem Heimatmarkt. Auch im August blieben die Zulassungszahlen hinter denen des Vorjahresmonats zurück, sodass die Gesamtzulassungen im Jahr 2004 immer noch um 2 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurückliegen. Schuld sei die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit sowie die fortwährende Diskussion über neue finanzielle Belastungen im Zusammenhang mit der Arbeitsmarktreform und die ungeklärte Fortsetzung der Reformpolitik, glauben die Experten des VDA. Das ist freilich nur ein Teil der Wahrheit. Denn im Gegensatz zu den meisten deutschen Fabrikaten konnten die ausländischen Marken ihre Zulassungen auf dem Vorjahresniveau halten.

Japaner und Koreaner schafften sogar deutliche Zuwächse. Hohe 0Zuverlässigkeit, ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis und längere Garantiefristen verfehlen offenbar gerade in Krisenzeiten ihre Wirkung bei vielen deutschen Autokäufern nicht. Doch die heimischen Hersteller können noch auf einen guten Herbst hoffen. Im August stiegen die Inlandsorders um 17 Prozent. Attraktive Neuerscheinungen seien der Grund, weiß der VDA. Und in der Tat bringen neue Modelle wie die Mercedes A-Klasse, der Audi A3 Sportback oder der 1er BMW so manchen zögernden Käufer doch noch dazu, sein Konto zu plündern.