Die Familienministerin tingelt durch Deutschland, um in den Betrieben für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu werben. Brauchen Sie Frau Schmidt, um Ihre Verbandsmitglieder von der Dringlichkeit familienbewusster Personalpolitik zu überzeugen?

Wir werden in den nächsten Dekaden zu wenig Fachkräfte und zu wenig Nachwuchs haben. Auf gut ausgebildete Frauen zu verzichten, können wir uns deshalb nicht länger leisten. Die Firmen müssen die Augen aufmachen.

Wie viele Betriebe sind aufgewacht?

Drei Viertel der Betriebe, also etwa 800 000, setzen in unterschiedlicher Form erste Maßnahmen um - vor allem im Arbeitszeitbereich.

Erste Maßnahmen kann viel und wenig sein. Bei wie vielen Firmen sind Sie zufrieden?

Etwa 200 000 Unternehmen sind bereits besonders familienfreundlich - in allen Branchen.

Das sind wenige. Muss nicht ein Gesetz her?