So haben der Einsatz von Graf Douglas und die Entscheidung von Reinhold Würth das traurige Spiel um die Sammlung schließlich doch zu einem guten Ende gebracht. Unter dem Vorwand, dem Privatmuseum der fürstlichen Familie neue Besucherkreise zu öffnen, wurde dem Museum die anonyme Pisces Collection mit Werken aus jüngster Produktion britischer Szenestars einverleibt, die allerdings inzwischen zu großen Teilen - und hohen Preisen - bereits wieder versteigert wurde.

Schon beim damaligen Richtungswechsel von alten Meistern zu jungen Wilden wurde heftig spekuliert: Nach den Handschriften solle nun auch die Kunst der fürstlichen Sammlung veräußert werden. Diese Verkaufsgerüchte wurden seinerzeit dementiert - jetzt ist es doch so gekommen. Kurz vor der Eröffnung in Schwäbisch Hall wurde zudem bekannt, dass die fürstliche Familie ein weiteres Kernstück ihrer Wirtschafts-Aktivitäten veräußert hat: die Brauerei.

Gleichzeitig machen Gerüchte die Runde, dass das fürstliche Engagement für die Donaueschinger Musiktage und das Reitturnier zurückgefahren werden soll.

Als letztes Kernstück der Kunstsammlung stehen nun nur noch die Altäre des Meisters von Messkirch zur Disposition, die als Leihgabe in der Staatsgalerie Stuttgart hängen. Sollte es zum Verkauf kommen, versicherte Graf Douglas, würden sie als Erstes dort oder Reinhold Würth angeboten.