Hollywood bildet. Der Regisseur Roland Emmerich (Independence Day) fiel bisher nicht durch seine pädagogische Ader auf. Das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung hat nun jedoch entdeckt, dass Emmerichs jüngstes Werk The Day After Tomorrow durchaus zur allgemeinen Volksbildung beigetragen hat.

Der Katastrophenfilm - Klimawandel führt zur Eiszeit - versetzte das Publikum nicht in Fatalismus, sondern führte bei 82 Prozent der Besucher zur Erkenntnis: Wir müssen den Klimawandel aufhalten. Viele der in sechs deutschen Städten befragten 1118 Kinobesucher gaben an, erst durch den Film erfahren zu haben, wie wichtig die Ozeane für das Weltklima sind. Wer das Kino verließ, beurteilte zudem die deutsche Umweltpolitik weniger skeptisch als noch zwei Stunden zuvor.

Antike Kosmetik haben Archäologen bei den Ausgrabungen eines römischen Tempelbezirks in London gefunden. Der kleine, mit einem Deckel verschlossene Topf aus dem 2. Jahrhundert nach Christus enthielt eine weißliche körnige Creme. Eine Forschergruppe um Richard P. Evershed von der University of Bristol analysierte erst die Zutaten - Tierfett, Stärke und Zinnoxid -, um dann das Rezept nachzukochen (Nature, Bd. 432, S. 35). Vom Resultat waren die Forscher verblüfft: Die Creme bestach durch ihre weiße Farbe und hinterließ beim Einreiben, nach einem ersten, etwas fettigen Eindruck, ein angenehmes Gefühl auf der Haut. Die Stärke wirkte fast wie Puder und bereitete damit die Basis für die weiße Schminke, mit der die Römerinnen ihrem Gesicht gern eine noble Blässe verliehen. Da diese oft aus Blei-Azetat bestand, zeichnete sich die zinnhaltige Creme als gute Grundierung aus.