Irgendeinen Internet-Auftritt besitzt jede Zeitung. Wie wichtig er inzwischen ist, lässt sich nicht jeder Seite ansehen, dabei sind die Zahlen eindeutig: Die Marktforscher von Prognos haben erhoben, dass regionale Tageszeitungen in Deutschland inzwischen elf Prozent zusätzliche Leser durch ihren Online-Auftritt erreichen. Es sind gerade die Leser, die mehrheitlich zwischen 30 und 39 Jahre alt sind und damit jener Altersgruppe entstammen, die immer seltener eine Zeitung abonniert oder am Kiosk kauft. Mit dem Medium verändert sich dann auch die Nutzungsweise: Wir stellen fest, dass es eine neue >Primetime< gibt, sagt Josef Trappel, der die Mediareports für Prognos herausgibt. Die Online-Zeitung wird am häufigsten zwischen halb elf und 14 Uhr gelesen.

Ökonomisch biete weiterhin die Online-Werbung mehr Chancen als der Verkauf von Inhalten, sagt Trappel. Das zeige die Erfahrung führender Verlage.

Prognosen des Zentralverbands der Deutschen Werbewirtschaft sagen ein Wachstum der Online-Werbung auf niedrigem Niveau voraus. Sie soll von 246 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf 383 Millionen Euro im Jahr 2008 wachsen, so die Zahlen von Prognos.