Die Botschaft der Finanzbranche ist immer dieselbe: Die gesetzliche Rente wird mager ausfallen. Ansehnliche Renditen lassen sich nur über Investitionen an den Kapitalmärkten realisieren. Wirklich? Eine Untersuchung der SEB Invest kommt zu beschämenden Ergebnissen: Gerade mal 1,8 Prozent dürfte die durchschnittliche jährliche Rendite aller deutschen Spezialfonds im Zeitraum von 1990 bis 2003 betragen haben.

Spezialfonds sind die Anlagevehikel der Großanleger wie Versicherer oder Pensionsfonds. Eine Anlage auf dem Sparkonto hätte mehr Rendite gebracht, sagt Jens Kummer, Leiter der Fondsanalyse bei SEB Invest. Es wäre also der Sieger unter den Geldanlagen. Der Grund für das schlechte Abschneiden: Auch die Großanleger agierten zyklisch. Waren Aktien überteuert, wie im Jahr 2000, kauften sie wie verrückt, waren sie günstig bewertet, wie 2003, reduzierten sie ihre Aktienquote und wechselten in Geldmarkt- oder Immobilienfonds.