Eine Renaissance der Kernenergie mag Jürgen Trittin nicht erkennen. Die sich häufenden Meldungen über Kraftwerksneubauten und Baupläne - etwa aus Frankreich, Finnland und Brasilien - überzeugen den erklärten Kernkraftgegner nicht. Auf dem ZEIT-Forum der Wissenschaft in Berlin diskutierte der Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Friedrich Merz, dem Framatome-Geschäftsführer Ralf Güldner, dem Energieexperten Alfred Voß und dem Juristen Hasso Hofmann über die Zukunft der Energieversorgung in Deutschland. Während Merz den Ausstieg aus dem Ausstieg fordert, Kraftwerkserbauer Framatome sich über neue Verträge - unter anderem mit Finnland - freut und Alfred Voß wenigstens die Option Kernkraft für Deutschland erhalten will, sieht Trittin keinen Grund, die Gesetzeslage zu ändern.

Das Protokoll des Gesprächs im Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ist jetzt unter www.zeit.de/forum/energie nachzulesen.