Im Kampf Flugzeugbauer gegen Apfelbauer ist zunächst festzuhalten, dass das Gericht eine wohlbegründete Entscheidung für die Neuenfelder gegen die Startbahnverlängerung gefällt hat. Die Wurzel des Übels liegt sozusagen im Mühlenberger Loch begraben, das zugeschüttet werden musste, für der Startbahn erster Teil. Daraus resultieren alle weiteren Forderungen der Flugzeuglobby.

Schon damals gab es aber eine echte Alternative im nahen Osten, wo die Startbahn schier bis zum Horizont hätte gebaut werden können. Rostock wäre dankbar gewesen. Der föderalistische Egoismus jedoch ließ es nicht zu. Die gute alte Elbe wird fortwährend vertieft, und nun in Finkenwerder der Startbahn zweiter Teil! Fortsetzung folgt.

Die Heilsverkündung heißt stets: Arbeitsplätze. Kaum einer fragt noch, worum es eigentlich geht. Ich glaube, es geht darum: Die neuen Flugzeuge können auf der alten Startbahn nicht voll getankt starten. Oder? Das hatte das Gericht bereits als nicht ausreichenden Grund angesehen.

KLAUS TUCH, AHRENSBURG

Sie unterstellen, der Hamburger Senat sei nicht auf die Neuenfelder Bürger/Kirchgänger zugegangen. Das Gegenteil ist wahr: Bereits Ende 2003 wurde ein Programm mit genau diesem Ziel gestartet - im Übrigen auf Initiative von Hartmut Wegener, des mit der Startbahnverlängerung betrauten Geschäftsführers der ReGe Hamburg.

Zur St.-Pankratius-Kirche und zur Arp-Schnitger-Orgel schreiben Sie von der Gefährdung durch Schleppwirbel. Indes hat der Kirchennachbar Airbus zur Festigung des Kirchendachs auf seine Kosten bauliche Sicherungen vorgenommen.

Die Lautstärke von Schleppwirbeln liegt bei etwa 30 bis 40 dbA, was ungefähr einer Nähmaschine entspricht - damit jedenfalls unter dem Geräuschpegel eines Pkw.