Auch in Israel, das Arafat zuletzt als Hemmnis für den Friedensprozess betrachtete, gab es vorsichtige Signale der Hoffnung auf eine Wiederbelebung des Dialogs. Israels Ministerpräsident Ariel Scharon sieht im Tod seines Intimfeindes Arafat möglicherweise "einen Wendepunkt" für Nahost. Außenminister Silwan Schalom betonte, wenn sich die Palästinenser auf eine Führung verständigen würden, die auf Terror und Gewalt künftig verzichte, sei auch eine Wiedereröffnung des seit Jahren stagnierenden Friedensdialogs denkbar. Trotzdem hat Israel nach dem Tod Arafats Polizei und Armee in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Medienberichten zufolge sollen die Sicherheitskräfte zusätzliche Kontrollstellen im Westjordanland und dem Gazastreifen errichten. Es solle verhindert werden, dass aufgebrachte Palästinenser nach Jerusalem durchbrechen.

Carola Padtberg, mit dpa, reuters, ap