Die herrliche Glosse hat mir schlagartig die Augen geöffnet: Es war ein Riesenfehler, das schönste deutsche Wort von einem deutschen Gremium auswählen zu lassen. So eine reiche und schöne Sprache und dann: Habseligkeiten! Besser kann man das gegenwärtige deutsche Lebensgefühl wohl kaum auf den Punkt bringen. Da ist man versucht, gleich noch Bettlägerigkeit oder Todessehnsucht nachzuschieben. Ich als in Deutschland lebender Niederländer habe voriges Jahr Goethes Gartenhaus in Weimar besucht und halte seitdem Bettschatz für das schönste deutsche Wort.

DR. WILLEM BAAN, ESSEN