Von Deutsche Klimaforschungsprogramm am 8. November veröffentlicht hat. In dieser "mittelalterlichen Warmzeit" blühte sogar Grönland als Grünland. Im 17. und 18. Jahrhundert folgte die "Kleine Eiszeit", seit dem 19. Jahrhundert wird es wieder wärmer. Wer inzwischen stärker heizt, Mensch oder Natur, ist umstritten. Sehr wahrscheinlich überlagern sich der anthropogene Treibhauseffekt und natürliche Einflüsse. Auch wenn Klimaerwärmungen extrem schwierig zu bilanzieren sind, weil es viele Gewinner und Verlierer gibt, ist die Sorge berechtigt, dass ein rascher Klimawandel kaum kontrollierbare Schäden verursacht. Deshalb ist zu begrüßen, dass nach der Ratifikation durch Russland nun das Kyoto-Protokoll in Kraft treten kann. Obwohl es eine leichte Senkung der Treibhausgasemissionen vorsieht, hat es auf die Entwicklung des prognostizierten Klimas jedoch nur einen geringen Effekt: Wenn alle mitspielen, mindert es die globale Durchschnittstemperatur im Jahr 2050 um weniger als ein zehntel Grad. Der Vertrag schärft jedoch das kollektive Risikobewusstsein und hilft, die natürlichen Ressourcen an Öl, Kohle und Gas zu schonen.