Ursprünglich sollte die von der Firma Philips entwickelte Compact Disc nur 60 Minuten Musik fassen. Dann tat sich Philips mit Sony zusammen, dessen damaliger Vizepräsident, Norio Ohga, ein ausgebildeter Opernsänger war. Schon lange hatte er sich gewünscht, Beethovens 9. Sinfonie auf einen einzigen Tonträger pressen zu können – für eine LP war das Stück zu lang. Die verschiedenen Aufnahmen der Sinfonie variierten jedoch beträchtlich. In Ohgas Lieblingsversion jagte Herbert von Karajan das Orchester in nur 66 Minuten durch die Partitur. Die Techniker aber orientierten sich an der längsten damals vorliegenden Fassung – und versahen die CD so mit einer Spieldauer von 74 Minuten. Christoph Drösser

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