ZEIT-Lexikon.

Das ZEIT-Lexikon, dessen ersten Band Sie in dieser Woche erhalten, ist ein Experiment, ein Novum auf dem Büchermarkt. Wir haben den Versuch gewagt, objektive Fakten und subjektive Deutung zu paaren, lexikalisches Wissen mit journalistischer Interpretation zu verbinden.

Das Außergewöhnliche dieses neuen Lexikons sind die ZEIT Aspekte. Sie versammeln als Anhang zu jedem der lexikalischen Bände Beiträge aus diesem Blatt, die besonders bedeutsame Stichwörter im vorderen Teil ergänzen oder vertiefen.

Die Auswahl für die ZEIT Aspekte fiel nicht leicht. Nach fast sechs Jahrzehnten des Erscheinens dieser Zeitung quillt das Archiv über von ausgezeichneten Artikeln. Welche von ihnen kamen für das Lexikon in Betracht?

Maßstab waren die Nähe zur Aktualität, der Informationsgehalt wie die Eleganz der Form. Kurz: Die Texte sollen ZEIT-gemäß sein - gut geschrieben, fundiert und inhaltsreich.

Gewissheiten sind verderbliche Ware, Zeitungen können keine ewigen Wahrheiten verkünden. Exemplarisches und Erhellendes zur Anreicherung der lexikalischen Stichwörter aber bieten die Aspekte im Überfluss. Lesegenuss ist gleichfalls garantiert.

Zusätzlich bereichern Zeitzeugnisse und ZEIT-Trouvaillen die Anhänge. Ob Marion Gräfin Dönhoff Ein Kreuz auf Preußens Grab stellt (1970) oder Jan Molitor die Heimkehr der letzten deutschen Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion beschreibt (1955), ob H. M. Ledig-Rowohlt den Tod Ernest Hemingways beklagt (1961), Helmut Schmidt seinen Lehrer Fritz Erler würdigt (2001) oder Carlo Schmid Bundeskanzler Adenauer ein Denkmal setzt (1967) - die Geschichte findet eindrucksvoll ihren Niederschlag.