Im hessischen Hünfeld wird derzeit ein neues Gefängnis gebaut, und nach seiner Eröffnung in zwei Jahren dürfte es das erste in Deutschland sein, das teilweise privat betrieben wird. Einen entsprechenden Vertrag hat die Landesregierung gerade mit der Firma Serco aus Bonn unterzeichnet.

Wenn man ein Gefängnis wie ein Unternehmen führen kann - warum sollte das nicht auch umgekehrt funktionieren? Die hinter heimischen Gittern gezahlten Stundenlöhne wären absolut konkurrenzfähig. Niemand müsste mehr befürchten, von jetzt auf gleich vor die (verschlossene) Tür gesetzt zu werden. Und weil aus demselben Grund jeder rund um die Uhr anwesend wäre, brauchte man auch nicht mehr endlos über die Einführung der 40-Stunden-Woche zu diskutieren.

Widerstand wäre zwecklos.