Der Berliner Senat will den Betrieb der städtischen Ampeln privatisieren. Bis Mitte Januar läuft die Bewerbungsphase. Eine gute Idee, denn für Unternehmen kann es sich lohnen, in Ampeln zu investieren. Mit einer innerstädtischen Ampelmaut ließen sich bei starkem Berufsverkehr Millionen verdienen, besonders wenn sich auch Fußgänger beteiligen: Wer über die Straße will, muss bezahlen. Im Gegenzug könnten Vielfahrer Rabattpunkte sammeln und gegen verkürzte Standzeiten tauschen. Betriebswirtschaftlich lohnen sich Privatampeln allemal: Wer den Zuschlag erhält, kann seinen Angestellten mit einer grünen Welle den Weg zum Werksgelände verkürzen, kein Mitarbeiter käme mehr zu spät. Schließlich sitzt der Deutsche rund 60 Stunden oder acht Arbeitstage pro Jahr wartend im Auto. Wird da anständig Zeit gespart, ist jede Feiertagsdiskussion überflüssig.