Die Umweltverbände fordern es schon lange, das Umweltbundesamt sowieso und auch Umweltminister Jürgen Trittin (Die Grünen) hat sich dafür stark gemacht: die Förderung sauberer Dieselmotoren, deren Rußausstoß deutlich unter den heute gültigen Grenzwerten liegt. Jetzt will ihnen die EU-Kommission offenbar diesen Gefallen tun. Kurz vor Weihnachten erwartet der Verband der Automobilindustrie in Frankfurt einen Brief aus Brüssel, in welchem auch der genaue Grenzwert definiert sein soll. Die Stuttgarter Nachrichten hatten spekuliert, dass dieser bei fünf Milligramm Rußpartikel liegen werde. Das wäre weniger streng, als es die Umweltaktivisten gerne hätten, könnte aber dennoch die Verbreitung der Partikelfilter beschleunigen.

Lange hatte der französische Rußpartikelfilter-Pionier Peugeot die deutschen Hersteller vor sich hergetrieben, bis diese schließlich im vergangenen Juni einsahen, dass sie dem Kundenbedürfnis folgen müssen. Vom Jahr 2008/2009 an sollen alle ihre neu zugelassenen Diesel-Pkw mit einem Rußpartikelfilter ausgerüstet sein. Wenn die staatliche Förderung schon im kommenden Jahr einsetzt, könnte dies dem lahmenden Autoabsatz einen zusätzlichen Schub geben, hofft man jetzt auch beim VDA.