Der Kurs des Euro ist am Donnerstag gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3314 (1,3294) Dollar fest - der Markt rechne mit einem baldigen Anstieg des Euro in Richtung von 1,34 Dollar, sagte ein Experte. Im asiatischen Handel ist die US-Währung zum Yen auf den tiefsten Stand seit fast fünf Jahren gefallen und rutschte am Donnerstag kurzzeitig bis auf 101,83 Yen ab.An der Pressekonferenz des Präsidenten der EZB, Jean-Claude Trichet, heute Nachmittag, dürfte der rasante Kursanstieg des Dollars das wichtigste Thema werden, nachdem allgemein erwartet wird, dass die Notenbank ihren Leitzins unverändert bei zwei Prozent belassen wird. Zuletzt hatte die EZB ihren Zinssatz im Juni 2003 verändert.Die EZB sieht sich zunehmend Forderungen ausgesetzt, etwas gegen den schnellen Euro-Anstieg zu unternehmen. Er ist eine Gefahr für die Exportwirtschaft, weil er Ausfuhren auf dem wichtigen US-Markt verteuert und damit die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Anbieter schwächt.Ähnliche Probleme wie Europa hat Japan mit dem Kursverfall der US-Währung. Der für internationale Angelegenheiten zuständige Staatssekretär im japanischen Finanzministerium, Hiroshi Watanabe, hatte am Mittwoch gesagt, dass Japan und Europa "eine gemeinsame Aktion" unternehmen könnten, um der Aufwertung ihrer Währungen gegenzusteuern.