Europäische Firmenchefs tendieren eher dazu, Jobs und Fabriken ins Ausland zu verlagern, als ihre Kollegen aus Asien und den USA. Nach einer Umfrage der Organisation Conference Board unter mehr als 500 Geschäftsführern aus 40 Ländern erwägt knapp ein Drittel der Unternehmenslenker aus Europa den Schritt über die Grenzen. In den USA sind es nur 24 Prozent, in Asien sogar nur 21. Nach Auffassung des Conference Board sind es nicht die Kosten, die Europäer ins Ausland treiben. Europas Manager hätten realisiert, dass es in kurzer Frist nicht mehr genügend Leute gibt, die die Arbeit tun, sagt Barbara Reno, Vizepräsidentin der Organisation. Geschäftsfelder ins Ausland zu verlagern ist eine legitime Antwort auf die demografischen Trends in Europa.