Ägypten:
In den Tempelanlagen von Luxor greifen radikale Muslime am 17. November 1997 europäische Urlauber an, 58 sterben, darunter vier Deutsche. Im Folgejahr sinkt die Gesamtzahl der Ägypten-Reisenden leicht auf 3,45 Millionen, während die Zahl deutscher Besucher dramatisch von 438.000 auf nur noch 274.000 zurückgeht. Doch schon 1999 (548.000 Deutsche) und 2000 (786.000) verzeichnet Ägypten neue Rekorde. Im Jahr 2004 kamen laut Hochrechnung 6,4 Millionen Besucher, davon 780.000 Deutsche.

Bali:
Bei einem Bombenanschlag in Kuta am 12.Oktober 2002 sterben 202 Menschen. Ein Jahr später sinken die Touristenzahlen von 1,28 Millionen auf 993.000 und von 72.600 Deutschen auf 53.374. Für das vergangene Jahr zeichnet sich schon wieder eine Erholung ab, nach Schätzungen werden es 1,45 Millionen Gäste gewesen sein.

Hongkong:
Die Lungenseuche Sars lässt zwischen April und Juli 2003 den Besucherverkehr beinahe vollständig zusammenbrechen. Doch unmittelbar nach Ende der Epidemie strömen Millionen Festlandschinesen wieder nach Hongkong, so geht die Gesamtzahl der Besucher trotz der extremen Krise nur mäßig von 16,5 Millionen (173.000 Deutsche) auf 15,5 zurück, darunter allerdings nur noch 117.000 Deutsche. Für 2004 wurden wieder 173.000 hochgerechnet.

Israel:
1993 nach dem Ende der ersten Intifada reisten 1,96 Millionen Besucher nach Israel, unter ihnen 173.000 Deutsche. Nach einem Rekord im Jahr 2000 mit 2,5 Millionen Besuchern (191.000 Deutsche) führen die neue Intifada, der 11. September sowie die unruhige politische Situation zu extremen Einbrüchen. 2001 gab es mit nur noch 760.000 Besuchern (davon 40.000 Deutsche) einen Minusrekord. Obwohl die Auseinandersetzungen noch immer andauern, sind die Zahlen in den vergangenen beiden Jahren deutlich angestiegen. So besuchten von Januar bis November 2004 rund 1,36 Millionen Touristen das Heilige Land, darunter 71.200 Deutsche.

Karibik:
Hurrikans treten jedes Jahr auf, sie fallen in die Zeit, in der wenig Urlauber auf den Inseln sind, die Bewohner sind daran gewöhnt. Sofern die touristische Infrastruktur intakt bleibt oder bis zur Hauptsaison wieder in Ordnung ist, stören die Stürme den Tourismus nicht. Da auch 2004 die Stürme in die Nebensaison fielen, konnten maßgebliche Schäden relativ schnell beseitigt werden.

Österreich:
Beim Niedergang einer Lawine in Galtür starben 31 Menschen am 23. Februar 1999. Vor dem Unglück zählte Galtür 440.000 Übernachtungen, danach sank die Zahl auf 350.000 und erreichte 2003 wieder das Niveau von 1998. Bei einem Tunnelbrand der Standseilbahn zum Kitzsteinhorn am 11. November 2000 kamen 155 Passagiere zu Tode. Die Zahl der Übernachtungen in der Europa-Sportregion ging in der Wintersaison 00/01 um 18 Prozent zurück. Inzwischen sind die Zahlen höher als vor dem Unglück.

Sachsen:
Hochwasser im August 2002. Vier Prozent Urlauberrückgang, bedingt durch die Flut. Im darauffolgenden Jahr kamen mehr als 5 Millionen Gäste (plus 7,1 Prozent). Einen absoluten Rekord gab es bei den ausländischen Besuchern (rund 424.000 Gäste). Ein neuer Bestwert ist nach Hochrechnungen 2004 erreicht worden.