Von der Evolution privilegiert sind wir Menschen, glaubt man den Forschungsergebnissen von Bruce Lahn. Der Genetiker an der University of Chicago untersuchte 214 Gene, die mit der Gehirnentwicklung im Zusammenhang stehen. Dabei fand er heraus, dass unsere kognitiven Fähigkeiten sich nur durch eine außerordentlich strikte Selektion entwickeln konnten. Genetische Mutationen mit der Folge der Entwicklung komplexerer Gehirnstrukturen hatten offenbar einen so starken Vorteil, dass sie sich in weitaus größerer Zahl vermehren konnten. Die Evolution muss sich ganz schön angestrengt haben, schreibt Lahn in der Zeitschrift Cell (119/7, S. 1027), um uns Menschen zu dem zu machen, was wir sind.

Das Eis der Antarktis entstand nicht, wie bislang angenommen, durch ein Ausbleiben der warmen Meeresströmung aus Richtung Australien, sondern aufgrund einer rapide fallenden Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre.

Zu diesem Ergebnis kommt Matthew Huber von der amerikanischen Purdue University (Paleoceanography, Dezember 2004). Der Geowissenschaftler untersuchte Bohrkerne mit Sedimenten aus der Zeit, als Australien und die Antarktis gerade begannen, auseinander zu driften. Darin fand sich entgegen bisherigen Vermutungen kälteliebendes Plankton. Schon damals war der südlichste Kontinent, obwohl noch eisfrei, von den warmen Meeresströmungen abgeschnitten. In Anbetracht dieser Daten, schreibt Huber, ist ein Wandel der Kohlendioxid-Konzentration die wahrscheinlichere Erklärung für die schnelle Vereisung der Antarktis.

Schwanger trotz Pille können vor allem übergewichtige Frauen werden. Bei Frauen mit einem Body-Mass-Index (BMI, Körperfett-Anteil, gemessen nach Größe und Gewicht) von 27,3 ist das Risiko einer Schwangerschaft trotz Einnahme der Pille um 60 Prozent höher als bei Normalgewichtigen, bei einem BMI über 32,2 sogar um 70 Prozent. Normal ist ein BMI zwischen 18,5 und 24,9. Die Ergebnisse ihrer Studie veröffentlichte die Epidemiologin Victoria Holt vom Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle in der Januar-Ausgabe von Obstetrics & Gynecology (105: 46-52).