Die harten Auseinandersetzungen bei Mercedes, VW und Opel um Kosteneinsparungen, bei Letzteren auch mit drastischem Stellenabbau verknüpft, haben 2004 das Bild der Autobranche geprägt. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Zugleich lief es bei anderen deutschen Herstellern nämlich prächtig. Bei Porsche und BMW wurden neue Rekorde bei Absatz, Umsatz und Ertrag eingefahren. Und den Bayern, die in Leipzig ein neues Werk hochgezogen haben, gebührt auch die Krone beim Stellenzuwachs. Wir haben im Laufe des Jahres allein in Deutschland rund 2000 neue Arbeitsplätze geschaffen, freut sich Personalvorstand Ernst Baumann. Vor allem die vielen neuen Modelle haben bei BMW den Personalbedarf erhöht. Genau deshalb hat auch der Erzrivale Mercedes Car Group, trotz der als baden-württembergische Krankheit gebrandmarkten hohen Löhne, eben im Ländle kräftig eingestellt. Fast alle der rund 1600 neuen Arbeitsplätze in Deutschland, die Personalvorstand Günther Fleig jetzt stolz resümieren konnte, entstanden im badischen Rastatt, wo zukünftig neben der aufgefrischten A-Klasse auch die brandneue B-Klasse vom Band laufen soll.