Außerirdisch schön wirken die Bilder: Andengipfel, die wie Eisen im Feuer glühen, Nordlicht, das mit bunten Schlieren Alaskas Nachthimmel aufwühlt. Mit extremem ästhetischen Anspruch nimmt der Fotograf Art Wolfe die Natur ins Visier, passt Licht und Strukturen so ab, dass surreal anmutende Bilder entstehen. Landschaften zwischen Himmel und Erde bündeln 334 Farbfotografien zu fünf Themenblöcken: Wüste, Meer, Gebirge, Wald (unser Foto zeigt amerikanische Espen) und Polargebiete. Tiere und Menschen haben darin nichts zu suchen. Nichts lenkt den Betrachter ab. Wie sehr der Mensch diese sensiblen Ökosysteme bedroht, führen Texte von Art Davidson jeweils zu Beginn eines Kapitels vor Augen. Sie bekräftigen den Appell des Fotografen, "verantwortungsvolle Verwalter unserer wunderbaren Erde zu sein". H. K.

Art Wolfe/Art Davidson: "Landschaften zwischen Himmel und Erde"; aus dem amerikanischen Englisch von Eva Dempewolf; Verlag Frederking & Thaler, München 2004; 240 S., 50,– €