25 Millionen Mal ist der Open-Source-Browser Firefox heruntergeladen worden, meldete die Dachorganisation Mozilla Foundation am 16. Februar. 99 Tage nach dem offiziellen Start der Version 1.0 liegt der Marktanteil des Browsers nun bei fast fünf Prozent. Um Firefox auch die notwendige Aufmerksamkeit zu verschaffen, haben seine Anhänger eine Promotion-Gruppe namens Spread-Firefox gegründet. Die ist inzwischen auf 70.000 Mitglieder weltweit angewachsen. Zudem sollen über 500.000 Websites aktuell zu Firefox verlinken. Die Software-Texte des Browsers wurden in freiwilliger Arbeit in bislang 28 Sprachen übersetzt.

Firefox ist mit einer Installationsdatei von nur 4,7 Megabyte ein schlankes und schnelles Surf-Instrument. Es bietet in einem Fenster mehrere Tabulatoren (Tabbed Browsing) und bindet diverse Suchfunktionen ein. So veröffentlichte selbst Yahoo für Firefox seinen bislang nur für den Internet Explorer erhältlichen Toolbar. Dazu blockt Firefox lästige Pop-ups und ermöglicht eine intelligente Passwortverwaltung.

Zuletzt hatte es in der Open-Source-Gemeinde Unruhe gegeben, da zwei Firefox-Entwickler zu Google gewechselt sind, der zur Zeit erfolgreichsten Internet-Suchmaschine. Zudem hat der Suchmaschinenbetreiber Ask Jeeves Interesse an einer Zusammenarbeit mit Mozilla und Firefox angekündigt. Überraschend kam am Mittwoch auch die Ankündigung von Microsoft-Gründer Bill Gates, den marktführenden Browser Internet Explorer bis zum Sommer zu aktualisieren. Mit dem Update wird Microsoft dann auch einige Vorteile des Open-Source-Produktes wieder einholen.

Gegenüber dem Internet Explorer konnte Firefox am Browser-Markt zuletzt beständig aufholen. In Anbetracht der monopolartigen Stellung des Explorers eine bemerkenswerte Leistung. Dennoch sind die tatsächlichen Marktanteile von Firefox/Mozilla gegenüber dem Explorer immer noch sehr niedrig. Der Online-Dienst WebSideStory beispielsweise hat für die USA Marktanteile von aktuell 4.95% : 90.28% gemessen. Dass es auch gute Softwareprodukte gibt, die nicht aus Redmond kommen, ist in der öffentlichen Wahrnehmung noch nicht recht angekommen. Für mehr Qualität und Innovation ist Konkurrenz jedoch wichtig. Das sollte auch der Normal-User wissen.