Es ist ein großes Unglück. Der berühmte Dramatiker Rolf Hochhuth hat der Jungen Freiheit ein Interview gegeben, einer, sagen wir es vorsichtig: rechtslastigen Postille, die unter Beobachtung des Verfassungsschutzes steht. Darin verteidigt Hochhuth den britischen Historiker David Irving, der vor fünf Jahren in England als Holocaust-Leugner verurteilt worden ist, und nennt ihn einen "fabelhaften Pionier der Zeitgeschichte". Der Berliner Tagesspiegel hat das Interview entdeckt und seinerseits Hochhuth befragt, der aber, weit entfernt, davon abzurücken, noch eins draufsetzte und Irving für "sehr viel seriöser als viele deutsche Historiker" erklärte.
Kommentar: Auf der Suche nach dem Skandal
Hochhuth und der Holocaust