Liebste Mutti, es ist fast komisch, daß es Ostern wird, auch im Jahr des Unheils 1945. Zwar ist der Brückenkopf, der uns sicherte, nun weg. Aber dennoch wird es noch eine Weile dauern. Die Front hier ist erst mobil, wenn Danzig fällt. Das ist unsere Gnadenfrist. Es ist bitterschwer, was auf uns zukommt. Sieg oder tot! Wir schaffen es ja zuletzt doch noch. Unser Leben ist im Augenblick derart schön, daß Du es nicht glauben wirst und auch nicht vorstellen kannst. Der Frühling so schön. Der Krieg so nah. Alles Leben gesteigert."

Clara S., die am 29. März 1945, einem strahlend sonnigen, ruhigen Gründonnerstag, diese Zeilen schreibt, ist 24 Jahre alt. Sie gehört zu den wenigen Frauen, die in Stettin zurückgeblieben sind. Die alte pommersche Hauptstadt an der Odermündung, Deutschlands größter Ostseehafen, war bereits im August 1944 durch alliierte Bomben schwer getroffen worden. Jetzt ist sie de facto von der Wehrmacht aufgegeben; die Rote Armee wartet auf der anderen Seite des Flusses, direkt am Stadtrand. Ausgerechnet an diesem Ort und zu dieser Stunde glaubt die junge Frau endlich gefunden zu haben, was sie immer gesucht hat: das bedeutende, das heroische, das eigentliche Leben – und die große Liebe dazu.

Es ist, wenn auch dramatisch zugespitzt, ein prototypisches Schicksal aus jener Zeit. Das kurze Leben der ebenso fanatischen wie naiven Bannmädelführerin von Stettin spiegelt wie in einem Prisma die totalitären Prägungen, die aberwitzigen Träume und abstrusen Ideale, die sie mit so vielen ihrer Generation geteilt hatte. Clara glaubte an den "Führer", an eine Welt, deren Produkt sie war – unbedingt und bis zum bitteren Ende.

Clara S. hatte immer mehr gewollt. Dabei waren die Chancen für ein ehrgeiziges, begabtes Mädchen des Jahrgangs 1920, dessen Familie zu den Verlierern der Weltwirtschaftskrise zählte, im großagrarisch geprägten Hinterpommern alles andere als rosig gewesen. Höhere Bildung, ein Studium gar, blieben unerfüllbare Sehnsüchte. Doch als sie 16-jährig die Schule verlassen und Sekretärin in Dramburg werden musste, hatte sie schon gefunden, wonach sie suchte.

Offeriert hatte ihr diese Chance ausgerechnet der Bund Deutscher Mädel, die NSDAP-Mädchenorganisation. "Das Ziel der weiblichen Erziehung hat unverrückbar die kommende Mutter zu sein", heißt es zwar in Hitlers Mein Kampf, doch auch für ein Mädchen, das sich ein anderes Leben erträumte, schien der BDM Ausweg und Zukunft zu bieten. Die oberen, entscheidenden Ränge der Staatsjugend waren selbstverständlich Männern vorbehalten, Frauen dienten da allenfalls in "beratender" Funktion. Der militärische Drill der Jungen genoss Priorität. Die Mädchen, die "wesensgemäß" zu aufopfernden, gebärfreudigen "Kulturträgerinnen" des Reiches geformt werden sollten, zählten daneben wenig. Das bedeutete aber auch etwas mehr Spielraum: Es gab beim BDM, vor allem in den unteren Rängen, kleine Freiheiten, und es gab Posten, die sich als Berufung verstehen ließen. Clara fühlte sich berufen – und endlich gebraucht. Sie wurde hauptamtliche BDM-Führerin, etliche Kilometer südöstlich von Dramburg, in Deutsch-Krone.

Pommern galt als braune Provinz, spätestens seit den Reichstagswahlen im März 1933, als sich 56,3 Prozent der pietistisch-protestantischen, traditionell obrigkeitstreuen hiesigen Wähler zur NSDAP bekannten, über 12 Prozent mehr als im Reich insgesamt. Symbolfigur der neuen Zeit war Franz Schwede-Coburg, der im Juli 1934 zum Gauleiter, zum Oberpräsidenten von Pommern und preußischen Staatsrat ernannt wurde, de facto nur noch seinem "Führer" verantwortlich. Schwede, gelernter Maschinenschlosser, zählte zu den Alten Kämpfern und war 1931 in Coburg zum ersten Nazibürgermeister Deutschlands gewählt worden. Seither führte er als Ehrentitel den Beinamen Coburg.

Der Gauleiter, ein skrupelloser Landsknechtstyp, der gern als jovialer Landesvater posierte, war seinem "Führer" in vorauseilender Grausamkeit jederzeit gern mehr als gefällig: Patienten pommerscher Kliniken gehörten zu den Ersten, die 1939 in "Euthanasie-Programmen" ermordet wurden. Auch fuhren von Stettin im Februar 1940 die ersten Deportationszüge mit jüdischen Bürgern aus dem "Altreich" ins "Generalgouvernement" und in den Tod, unter ihnen nahezu die gesamte jüdische Bevölkerung der Hafenstadt. So hatte denn, mochte der Krieg das Land auch vorerst noch verschont haben, die Zerstörung längst begonnen, lange jedenfalls bevor die ersten alliierten Bomber Pommerns Städte erreichten und die Rote Armee vor den Toren stand.

Doch in allem Wahnsinn des Regimes sah Clara nur den großen "Aufbau". Während sie ihre Jungmädel in Blockflötespielen, Heldensagen und nationalsozialistischer Weltanschauung unterrichtete, wurde vor allem sie selbst zum Paradebeispiel dessen, was BDM-Reichsreferentin Trude Bürkner als höchstes Erziehungsideal gefordert hatte: "Die Mädel, die in den BDM eintreten, wissen, daß sie damit sich selbst und ihren ganzen Menschen hergeben. Das Ich muß ausgemerzt werden, damit man um so dienstbereiter in der Gemeinschaft stehen kann."

Das galt erst recht nach Kriegsausbruch, als die "wesensgemäße Bestimmung" der deutschen Frau plötzlich nicht mehr in Glaube und Schönheit, sondern im "Kriegsaushilfsdienst" lag. Bis hin zu Hitlers Anordnung vom März 1945: "Ob Männer oder Frauen ist ganz wurscht: Eingesetzt muß alles werden."

Opferbereitschaft, Treue und Sendungsbewusstsein, entlohnt mit der kleinen eigenen Macht: Claras Weg war zunächst so geradlinig wie im NS-Bilderbuch verlaufen. Kompliziert wurde es erst, als ihr Kreisleiter begann, der 19-Jährigen Avancen zu machen. Karl Q. war etwa 20 Jahre älter als sie, Tischler, ein dunkler, gut aussehender Mann, fanatischer Nationalsozialist – und verheiratet. Nach einem Jahr beendete sie die quälende Affäre und ließ sich aus Deutsch-Krone nach Kolberg an die Küste versetzen.

Dort wurde ihr eine besondere Ehre zuteil. Ein junger Maler entdeckte sie. Er skizzierte ihr Porträt als Inbegriff "arischer Schönheit", schenkte Clara das Blatt und bat sie, für "Führer" und Reichskanzlei Modell zu sitzen; er habe einen Auftrag aus Berlin. Dass dieses Bild noch gemalt wurde, ist wenig wahrscheinlich, nur die Rötelskizze blieb erhalten.

Im Winter 1944/45 dann die Berufung in die Großstadt: Clara S. wurde Bannmädelführerin von Stettin. Und wer weiß, ob sie nicht noch Gebietsmädelführerin geworden wäre, also oberste BDM-Führerin Pommerns und allein der Reichsjugendführung unterstellt. Doch statt des Karrieresprungs kam die Rote Armee. Sie überschritt am 26. Januar die pommerschen Grenzen, ungeachtet aller pathetischen Proklamationen von "Reichsverteidigungskommissar" Schwede-Coburg: "Wir klammern uns fest an unsere pommersche Erde. Niemand ist verloren gegen den Bolschewismus, der nicht den Mut verliert. Gläubige Herzen und die Waffe in der Faust brechen den Sturm der roten Flut."

Da es tatsächlich jedoch nicht die geringste Chance gab, den "Sturm der roten Flut" auch nur aufzuhalten, vom Brechen ganz zu schweigen, sah der Gauleiter nun die vordringlichste Aufgabe darin, das zu unterbinden, was sein "Führer" für Defätismus hielt: die Flucht der Zivilbevölkerung. "Ich erwarte von jedem Deutschen", hatte Adolf Hitler noch in seiner letzten Rundfunkrede am 30. Januar gefordert, "daß er jedes Opfer auf sich nimmt. Indem wir so eine verschworene Gemeinschaft bilden, können wir mit Recht vor den Allmächtigen treten und ihn um seine Gnade und um seinen Segen bitten."

"Die Führerrede!" Clara ist begeistert: "Götter, welche Sicherheit! Da kann es einem doch gar nicht bange werden!" Währenddessen rückt die Rote Armee wie im Blitzkrieg vor; Ende Februar ist fast ganz Hinterpommern besetzt, die Oder auf breiter Front erreicht. Stettin wird zur "Festung" erklärt, was für den Gauleiter vor allem bedeutet, Rekordmengen an Lebensmitteln und Alkohol für den Eigenbedarf zu horten.

Die Evakuierung der Frauen und Kinder ist nicht mehr zu vermeiden. Auch andere Zivilisten versuchen jetzt herauszukommen. Die Stadt beginnt sich rapide zu leeren. Von den über 400000 Einwohnern, die Stettin nach Eingemeindungen 1939 zählte, blieben am Ende nicht einmal 10000 übrig.

Clara hilft zunächst bei der Evakuierung; auch ihre Mutter ist mit den zwei jüngsten Geschwistern in Richtung Westen, nach Vorpommern geflohen. Dorthin schreibt Clara von nun an ihrem "geliebten Muttilein" Feldpostbriefe, deren Offenherzigkeit verblüfft. Schließlich gilt in Stettin Standrecht, und auf den "Verrat von Festungsgeheimnissen" steht die einzige Strafe, welche die Schnellgerichte verhängen: der Tod.

"Wir transportieren hier Frauen mit Kindern ab", schreibt sie am 23. Februar. "Es kann ja täglich losgehen mit dem Zauber." Vier Tage später stellt sie hastig klar: "Stettin? Mutti! Wir sind Festung und werden nie aufgeben. Das Herausschaffen von Müttern und Kindern ist vorsorgliche Maßnahme. Keine Räumung. Also, mach Dir keine Gedanken, wir halten uns hier. Und im letzten Augenblick will man uns – Mädel – heraussetzen. Leider. Aber ich fühle mich so sicher wie nie. Ach, es gibt so viel zu melden, immer das Gleiche: Aufgaben und Glück."

Das "Glück" hat sie Anfang Februar gefunden, und es ist gekommen wie aus dem Drehbuch eines Melodrams: Auf dem Heimweg hatte plötzlich ein Auto neben ihr gehalten, und heraus sprang Karl Q. Seit man seinen Kreis aufgegeben hatte, war er im Auftrag von Gauleiter Schwede-Coburg unterwegs. Clara und Karl hatten sich auf offener Straße umarmt und "verlebten eine halbe Nacht wie auf besseren Sternen, mitten im bittersten Leid".

Für Clara stand fest: Das war die Vorsehung. "Muttilein", bekennt sie, "es gibt in meinem Leben nichts höheres als diese Liebe. In ihr fällt mein Menschsein mit der Idee [des Nationalsozialismus] zusammen, und sollte ich Dir das Liebste auf Erden nennen: Dich und Karl. So ist es, und es kann nur mit meinem Leben aufhören, so zu sein. Karl hat mir dasselbe Versprechen abgenommen wie Du: lebendig keinem Bolschewisten in die Hände zu fallen. Und ich dachte an Dich, als ich ihm sagte, daß lebendig mich niemand anrührt. Es war seine größte Sorge. Und er sieht so abgekämpft aus und ist so groß und klar wie immer."

Karl verehrt der Geliebten als passendes Präsent einen Revolver und trifft sich mit ihr, sooft er nach Stettin kommt. Das passiert immer häufiger, je weiter die deutschen Truppen zurückweichen. "Ich hätte mir nie gedacht, daß in Frontnähe derartige Höhen im Leben möglich sind", schwärmt sie. "Es ist nicht Übermut, es ist Freude an der Arbeit und Erfüllung in so vielem, das jahrelang Sehnsucht war. Höher kann kein Mensch leben als wir. Und dankbar bin ich jenem Geschick, daß auch uns – Frauen – dieses Dasein erlaubt." Sie liest Hölderlin, auch Kleists Penthesilea, das blutige Amazonendrama, und zitiert Gertrud aus Schillers Wilhelm Tell: "Wüßt ich mein Herz an zeitlich Gut gefesselt, den Brand wärf ich hinein mit eigner Hand."

Die Rote Armee greift Stettin nicht direkt an, sondern versucht, es zunächst von zwei Seiten zu umgehen. An den Oderübergängen wird heftig gekämpft, in der schon stark zerstörten Stadt bemühen sich die verbliebenen Bewohner, den normalen Alltag aufrechtzuerhalten. Clara lebt nun, zusammen mit einigen HJ- und BDM-Funktionären, in einer Art Mikrokosmos des "Dritten Reiches", in einem in sich geschlossenen Wahnsystem. "Gewiß, Muttilein, es ist alles bitterschwer für Dich und die ältere Generation zumal, aber wir haben ja alles noch vor uns, das Gestalten und das Bauen. Sieh mal, es ist nichts verloren, solange unsere Herzen noch leben, und brennende Herzen können überhaupt nicht brechen!"

Schwankt selbst sie in der Heldenpose, ist da immer noch ihr Kreisleiter: "Wenn ich sagte: ›Gott, wie soll das weitergehen‹, meinte Karl immer: ›Welchen Gott meinst du denn?‹ Und es steckt mehr dahinter, als man annimmt. Unser Gott ist unser Gesetz, unsere Art, unser Recht."

Solche Sätze schreibt sie im selben Augenblick, da die Standgerichte in Stettin eine Frau ihres Alters als "Volksschädling" hinrichten lassen, weil sie nach einem Luftangriff Wäsche aus einem brennenden Haus mitgenommen hat. Doch Clara lebt "wie in einer besseren Welt", selbst dann noch, als am 15. März ein Großangriff an allen Fronten rund um die Stadt beginnt.

Stettin versinkt in Panik und Chaos. Behörden und Lazarette werden evakuiert, am 20. März ist Pommerns Hauptstadt zugunsten Berlins offensichtlich preisgegeben: Die Wehrmacht räumt den "Brückenkopf" und zieht bis auf einen schwachen Rest ab. Doch auch für Stalins Generale hat der "Endkampf" um Berlin Vorrang. Stettin bleibt noch ein letzter Monat Frist.

Clara gehört nun offiziell zu einem Hitlerjugend-Bataillon. Doch statt, wie die 15-Jährigen dieser Einheit, irgendwo zu verbluten, ist sie zusammen mit anderen höheren HJ-Chargen dem Stab des Kreisleiters von Stettin zugeteilt und in einem Vorort einquartiert worden. Sie soll, typisch für die irreale Welt dieser letzten Kriegstage, "für unsere 600 Jungen, die den Oderübergang sichern, in einer schmucken Villa ein Erholungsheim aufmachen".

In diesen dramatischen letzten Märztagen, im Dunstkreis von Parteispitze und Gauleitung, darf sie zum ersten Mal an dem teilhaben, was sie für die große Welt hält: "Ach Muttilein, es ist ein Leben, wie es die Fürsten führen. Mir ist im Moment restlos neblig zu Sinne, weil wir die letzten 3 Nächte durchgefeiert haben. Aber mit Stil und Eleganz. Kaminfeuer, Geist, Musik und edle Tropfen. So hatte ich mir das alles einmal geträumt. Karl ist in Stettin. Ich hänge wieder mit dem Herzen so fest, daß es weh tut."

Ostern 1945 verbringt sie in einer Villa in surrealistischer Idylle, mit Wein und Schneeglöckchenstrauß: "Es ist in Stettin ruhig wie nie. Unheimlich ruhig. Außer der eigenen Artillerie, die heute nacht so geballert hat, daß wir fast aus dem Bett gefallen wären. Du meinst immer, die Fensterscheiben überleben es nicht. Dazu ist der Himmel rot und flackt vom Brand. Wir liegen im Garten in der Sonne, essen wie im Frieden und leben einen Bombentag. Mein Kreisleiter meinte, ich sollte man noch bleiben, es macht einen guten Eindruck, und er will seine Frauen noch um sich haben. Die Gebietsmädelführerin setzt sich heute nach Greifswald ab, und so bin ich in Stettin jetzt wirklich die Mädelführerin, die noch drinsitzt.

Als wir neulich, unbeleuchtet wegen Feindeinsicht, die Uferstraße entlangfuhren, haben wir gesungen, und nun hatten unsere Lieder erst ihren eigentlichen Wert. Es war eine prächtige Stimmung, Frühling, Dämmerung, und drüben hörten wir Iwan krakehlen und fuhren mit entsicherter Maschinenpistole. Aber er tut uns nichts, und das Wasser ist breit genug. Wenn nicht irgendwo eine Schweinerei passiert, wird er hier bei uns gehalten. Es ist ein toller Krieg."

Doch am Ende dieses letzten, fiebernden Briefes lässt sie auch jäh durchblicken, dass sie weiß: Es geht zu Ende. "Dies ist der Höhepunkt des Dramas. Kann nur noch das Finale kommen. Und alles, was groß geschieht, ist gut. Alles. Die Lage ist sehr bitter. Sehr. Es werden wenig übrigbleiben als Sieger. Ich denke nur noch im Kreis, denke die Stellungen entlang und meinen Lieben nach. Mich, Muttilein, darfst du ganz bei meinem Karl vermuten, es läßt sich unser Schicksal nicht mehr trennen. Und das ist mein höchstes Glück."

Drei Wochen nach Ostern, am 24. April, durchbricht die Rote Armee die letzte, dünne deutsche Front vor Stettin. Am 25. wird die Hafenstadt offiziell geräumt und am 26. April von den Sowjets besetzt.

Pommerns Gauleiter floh auf einem der letzten Schiffe in den Westen. 1951 wurde er zu einer Haftstrafe verurteilt. Nach der Entlassung widmete sich Schwede für den Rest seines Lebens dem Selbstmitleid und der "historischen Wahrheit". 1960 starb er in Coburg.

Clara blieb bei ihrem Karl. Am 1. Mai, kurz bevor die Nachricht von Hitlers Tod die Runde machte, wurde sie noch einmal gesehen – in einem Kleid aus königsblauem Samt. Sie lehnte es ab, sich mit anderen BDM-Führerinnen über die Ostsee evakuieren zu lassen, versorgte eine Freundin mit Kuchen, Sekt und Giftkapseln und sagte: "Es ist alles aus."

Wann und wie die junge Frau gestorben ist, deren Bildnis einst als Muster "arischer Schönheit" die Reichskanzlei zieren sollte, weiß niemand mehr zu sagen. Seit Mai 1945 ist Clara S. verschollen.