In der ZEIT Nr. 21/05 beschrieb Pascale Hugues den traurigen Zustand des ehemaligen Luxusliners France, der in einem Hafenbecken von Bremerhaven vor sich hin rottete. Der Kapitän und eine Besatzung von 45 Mann schlugen sich die Zeit an Bord des verwahrlosten Geisterschiffs tot, das im Mai 2003 wegen einer Explosion im Hafen von Miami ausrangiert worden war. Was mit dem Kreuzfahrtschiff geschehen sollte, wusste keiner an Bord so genau. Ihr Besitzer, die Reederei Star Cruises, wollte in den kommenden Wochen über sein Schicksal entscheiden.

Letzten Donnerstag hat das Schiff nun Bremerhaven verlassen und ist jetzt auf dem Weg nach Port Klang in Malaysia. Ob es dort umgebaut, repariert oder abgewrackt werden soll, bleibt ungewiss. Wir haben noch nichts entschieden, sagt die Pressesprecherin der Reederei. Eine Gnadenfrist bleibt dem alten Dampfer aber. Bis das Schiff den neuen Hafen erreicht habe, werde es vermutlich noch zwei bis drei Monate lang unterwegs sein.