ZEIT: Sie arbeiten im Garten?

Schneider: In Manhattan lebte ich einmal in einem Haus, das einen kleinen Garten hatte. Seitdem macht es mir Spaß, mich um Pflanzen zu kümmern. Ich bin eine gute Blumen-Mutti, aber ich habe auch keinen so genannten grünen Daumen.

ZEIT: Sie haben eine spießige Seite?

Schneider: Unbedingt. Zum Beispiel bin ich gerade auf der Suche nach einem neuen Mops. Meine Lily ist gestorben, sie war dreizehn. Erst dachte ich: Keinen neuen mehr, aber jetzt will ich wieder einen. Es ist schwierig, einen zu finden, der so klein ist, dass ich ihn ins Flugzeug mitnehmen kann.

ZEIT: Sie sind in der Nähe von New York aufgewachsen und mit 17 von zu Hause ausgerissen.

Schneider: Wenn ich heute daran denke, weiß ich jetzt erst, was ich meinen Eltern damals angetan habe. Ich schrieb nur einen Brief, dass ich nicht wiederkomme. Ich habe es gehasst zu streiten, ich konnte keine Widerstände ertragen, und so war es einfacher für mich, einfach wegzugehen.

ZEIT: Wie war die 17-jährige Helen Schneider? Wie sah ihr Zimmer zum Beispiel aus?