ZEIT: Gab es gefährliche Momente?

Schneider: Wir lebten einige Zeit in Vermont, in dieser Skiregion. Eines Tages kamen 3000 Hell’s Angels, die dort ihr Jahrestreffen veranstalteten. Die Polizei hatte die Stadt verlassen. Ein paar von ihnen sahen mich singen und sagten: Wir wollen dieses Girl! Die soll bei uns im Camp spielen.

ZEIT: Und?

Schneider: Es hatte ja auch seinen Reiz für mich. Und nein sagen sollte man denen besser nicht. Aber ich hatte auch Angst, denn ich hatte von Frauen gehört, die von den Hell’s Angels vergewaltigt worden waren. Wir verließen über Nacht die Stadt.

ZEIT: Haben Sie von den Jungs je wieder gehört?

Schneider: Von denen nicht. Allerdings traf ich später in New York auf Sandy Alexander. Der war Schauspieler, Boxer und New Yorker Hell’s-Angel-Chef in einem. Der sagte eines Abends zu mir: Wenn es irgendetwas gibt in dieser Stadt, das du dir wünschst, sag es mir. Ich antwortete: Ich würde gern im Bottom Line auftreten, dem angesagtesten Club der Stadt damals. Na ja, am nächsten Abend schaute sich der Bottom-Line-Chef meine Show an, und später trat ich dort auf.

ZEIT: Ein cooler Freund.