Trauminsel, Strafkolonie, Gefängnis, militärisches Sperrgebiet und Touristenziel – all das waren diese Inseln im Lauf ihrer Geschichte schon einmal. Und was Anfang des 16. Jahrhunderts als geografisches Vorbild für die Utopie eines großen Philosophen diente, gehört seit den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts zu einem Parque Nacional Marinho, in dem sich nie mehr als 420 Besucher zur gleichen Zeit aufhalten dürfen – etwa einer auf drei Bewohner.

Um das zu kontrollieren, erhebt die Verwaltung ein Eintrittsgeld, das je nach Aufenthaltsdauer gestaffelt ist. Die Hauptinsel liegt rund 360 Kilometer vom Festland entfernt und ist etwa 19 Quadratkilometer groß. Und noch mehr Infos gibt es in einem Buch über Sträflingsinseln, das dieser Tage erscheint.

Rafi Reiser

Auflösung aus Nr. 22:

An der Südspitze der Disko-Insel (vor Grönland) liegt Qeqertarsuaq, das im Jahr 1773 von dem Dänen Svend Sandgren als Godhavn (guter Hafen) gegründet wurde