Die drei großen Lehrerverbände, GEW, VBE und Philologenverband, forderten Kultusminister und Rat auf, den jetzt seit Jahren währenden „Krieg um die deutsche Rechtschreibung“ im Interesse der Schulen zügig zu beenden. Dabei sollten sich beide Gremien nicht länger durch die „regelmäßigen Querschüsse von Fundamentalgegnern der Reform verunsichern lassen“, sagte Philologenverbands-Vorsitzender Heinz-Peter Meidinger.

Als weitgehend unstrittig gilt beispielsweise die neue Laut-Buchstaben-Zuordnung (Stängel statt Stengel, aufwändig statt aufwendig). Neben der bislang strittigen Getrennt- und Zusammenschreibung soll bei der Silbentrennung und Zeichensetzung an den Schulen so lange „Toleranz geübt“ und abweichende Schreibweisen nicht gewertet werden, bis der Rat auch dazu abschließende Empfehlungen vorgelegt hat. Wanka sagte, damit seien die Kultusminister dem Rat wie den Reformgegnern „sehr weit“ entgegengekommen. Die neuen Regeln sind nach den Worten Wankas in den Schulen mehr akzeptiert, als mancher Reformkritiker glauben machen möchte.