Beim Weltjugendtag in Köln tritt am 21. August der Papst auf. Die Veranstaltung findet auf dem Marienfeld bei Kerpen statt, einem renaturierten Kohleabbaugebiet. Umweltschützer machen sich schon Sorgen. Ist der Boden stabil genug?

Natürlich. Das Gelände ist damals mit einer 15 bis 25 Meter dicken Sandschicht rückverfüllt worden. Darauf liegt Lößlehm. Ein Teil des Gebiets wird seit 20 Jahren landwirtschaflich genutzt.

Verkraftet die Vegetation zwei Millionen Füße?

Diese Belastung ist bei normaler Witterung unkritisch. Auch punktuelle Regenereignisse egalisieren die Pflanzen problemlos - sie haben einen hohen Wasserverbrauch. Vier Wochen Sintflut aber würden den Boden oberflächennah aufweichen. Dann könnte er bei der Papstmesse verdichten - was wir mit Ackerbaumethoden wieder hinkriegen. Problematischer ist die temporäre Infrastruktur.

Die Feldküchen?

Ich denke an die Fahrwege für Krankenwagen und Catering. An diesen Stellen schützen wir den Boden mit Geogittern. Darüber liegt Lavaschlacke. Das verteilt den Druck bodenschonend. Nach Belastungstests mit Lkw stellten wir nur leichte Verdichtungen bis in eine Tiefe von 0,3 Metern fest.

Wie erkennen Sie das?