Als Meg Ryan im Film "Harry und Sally" mitten im Restaurant perfekt einen Höhepunkt simuliert, ordert die Dame am Nachbartisch das Rezept zur Glückseligkeit: "Ober, ich will genau das, was sie hatte!"

Die kulinarische Orgasmushilfe dürfte jedoch nicht wirklich gut funktioniert haben. Denn die Orgasmusfähigkeit der Frau ist zu großen Teilen erblich bedingt. Dies haben Tim Spector vom Londoner St. Thomas’ Hospital und seine Kollegen herausgefunden (Royal Society, Biology Letters, Online-Ausgabe). Sie befragten 683 eineiige und 714 zweieiige weibliche Zwillingspaare nach ihren Orgasmusschwierigkeiten beim Beischlaf oder bei der Masturbation. Eineiige Zwillinge sind genetisch identisch, zweieiige jedoch nicht – deshalb konnten die Forscher beim Vergleich der jeweiligen Antworten nachweisen, dass beim Lustempfinden ein erblicher Einfluss im Spiel ist.

Ihr Befund ist eindeutig: Irgendwo im weiblichen Erbgut treiben Gene die Lust bis zum Höhepunkt. Denn gerät ein eineiiger Zwilling regelmäßig in Ekstase, ist der andere meist genauso veranlagt.