Endlich ist es amtlich. Das beste Restaurant der Welt heißt The Fat Duck.

Diese Gewissheit verdanken wir 600 Fachleuten (Köchen, Kritikern und Gastronomen), die die britische Tageszeitung The Guardian um ihre Meinung gefragt hat. Und weil 600 Experten nicht irren können, besitzen wir endlich die endgültige Liste der fünfzig besten Gourmetlokale auf der ganzen Welt.

Auffallend viele davon, nämlich vierzehn, befinden sich in England. Was niemanden überrascht, der jemals den kulinarischen Verführungen durch englische Familienhotels nachgegeben hat.

England also kann sich jetzt rühmen, eine größere Erste-Klasse-Gastronomie zu besitzen als Länder, die in dieser Liga früher eine Rolle spielten, etwa Frankreich und Italien. Und wir können stolz darauf sein, dass auch Deutschland dabei ist. Mit einer Adresse: Dieter Müllers Restaurant im Schlosshotel Lerbach, in Bergisch Gladbach. Ein Tusch für Dieter Müller!

Erheben wir das Glas auf den deutschen Koch, der es unter den fünfzig weltbesten Köchen auf den 39. Platz geschafft hat! Das ist schade für Harald Wohlfahrt, Heinz Winkler, Joachim Wissler und die anderen aus der deutschen Mannschaft, aber wo vierzehn englische Restaurants zum Ruhme Albions kochen, da haben unsere Gänsebrater einfach keine Chance.

Auch die Franzosen, die sich zu Hause einer geradezu lächerlich großen Zahl von besternten Köchen rühmen, kommen bei den fünfzig Besten nur zehnmal vor.

Pierre Gagnaire, Paris, steht an sechster Stelle. Robuchon aber taucht in der Liste gar nicht auf. Immerhin haben die Franzosen damit die Amerikaner eingeholt, die mit stolzen zehn Spitzenrestaurants als zweitbeste Gastronomie in diese kulinarische Ruhmeshalle einziehen können. Jetzt wissen die Stammgäste von Charlie Trotter in Chicago (Platz 14) wenigstens, warum sie Bush gewählt haben.