Ziel eines Betriebswirtes ist die Gewinnmaximierung. Wo bleibt da der Mensch?

Einem guten Betriebswirt geht es ja nicht allein um den Shareholder-Value, also den Wert für einen Anteilseigner. Unsere Studenten müssen sich auch auf Themen wie Wirtschaftsethik einlassen, im Bereich Personalmanagement wird der Umgang mit Betriebsräten thematisiert, Aspekte der Globalisierung und betriebswirtschaftliche Ansätze anderer Kulturen werden behandelt.

Treibt BWL-Studenten die Vision, möglichst schnell die erste Million zu machen?

Wer nur so denkt, ist bei uns an der falschen Adresse. Wir achten stark auf die sozialen Kompetenzen unserer Studenten, soziales Engagement gehört auch zu unseren Auswahlkriterien. Unsere Studenten verbringen zwei Jahre im Ausland, müssen sich dort orientieren, durchsetzen und anpassen. Nur fachlich gut zu sein reicht da nicht. Und wir legen Wert darauf, dass die ausländischen Studenten, die zu uns nach Reutlingen kommen, durch Teamarbeit unterstützt werden. Einzelkämpfer sind hier nicht gerne gesehen.

Zu sozial darf man als Betriebswirt dennoch nicht sein. Schließlich muss man ja im Zweifel auch Menschen entlassen können.

Natürlich können unsere Absolventen konsequent betriebswirtschaftlich denken und handeln. Trotzdem achten wir auf starke Erdung in der Realität.

Verhindert das kurze Fachhochschulstudium nicht eine mögliche wissenschaftliche Karriere ihrer Spitzenstudenten?