Wer büßt für schlechtes Management? Die Arbeiter in den Fabriken. Dieses scheinbare Vorurteil bestätigt zumindest der weltgrößte Autohersteller General Motors (GM). Nachdem sich Konzernchef Rick Wagoner und seine Vorstandskollegen in ihrer Strategie für den amerikanischen Heimatmarkt arg vertan hatten und in den ersten Monaten immer weniger von den Sprit fressenden, aber renditeträchtigen großen Geländewagen, Sport Utility Vehicles genannt, verkauft wurden, tritt das Management jetzt heftig auf die Bremse: Im Zeitraum 2005 bis 2008 sollen 25 000 Jobs in den nordamerikanischen Fabriken abgebaut werden. Das soll dem Konzern, der im ersten Quartal 2005 tiefrote Zahlen schrieb, eine kräftige Kostenentlastung bescheren. Um wieder richtig flott voranzukommen, müsste es Wagoner allerdings gelingen, den US-Gewerkschaften Zugeständnisse bei den explodierenden Zahlungen für die Gesundheitsfürsorge der Beschäftigten und Pensionäre abzuringen. Erst dann sähe die Zukunft des hoch verschuldeten Autoriesen etwas weniger düster aus. Einen Hoffnungsschimmer gibt es zudem noch: Außerhalb Amerikas ist der Absatz in den vergangenen Monaten gestiegen.