Oje, die Berghütte brennt? Mal wieder ein versprengter Raucher, der seine noch glimmende Kippe in den Wald geworfen hat, demzufolge: Wasser marsch? Nein, auf gar keinen Fall. Dieses flammende Inferno ist beabsichtigt und außerdem Kunst. Mit dem "Internationalen Feuerskulpturen Wettbewerb" legt der Tiroler Wintersportort Ischgl eine heiße Spur in Richtung Sommersaison. Das diesjährige Ereignis, zu dem Teams aus China, England, Südkorea, Schweden und den USA anreisen, steht unter dem Motto Fane of fire – Feuertempel. Für eine perfekt funktionierende Show ist leicht entzündbares Material unverzichtbar. Und so greift man aus gutem Grund zu Holz und Stroh, damit das Schicksal der filigranen Gebilde sich mittels Streichholz rasch erfüllt. Nur kurz werden die Figuren namens Himmelsleiter, Lichtermandala oder Temple of Guangong (unser Bild: "Slam Dance", 2002) in ihrer Urform zu sehen sein. Das große Staunen folgt bei Einbruch der Dunkelheit, wenn sie sich spektakulär in Rauch auflösen. B.W.

6. Internationaler Feuerskulpturen Wettbewerb "Fane of fire – Feuertempel", 25. Juni in Ischgl ab 21 Uhr, www.firefestival.ischgl.com