Am Wochenende haben Horden von Jugendlichen am Strand von Carcavelos in der Nähe von Lissabon Badende überfallen und beraubt. Gab es Vorzeichen, dass so etwas geschehen könnte?

Was letzten Freitag passiert ist, war eine Ausnahme. Wir haben so etwas noch nie erlebt. Ich glaube auch nicht, dass es das Thema Tourismus betrifft. Gut, es gibt ein paar Hotels in der Nähe, aber es ist kein typisches Ziel für Badeurlauber.

Was war Ihr erster Gedanke, als Sie von den Vorfällen gehört haben?

Ich war überrascht. Es war etwas völlig Ungewöhnliches, ich hätte mir das nicht vorstellen können. Auch die Leute, die im portugiesischen Fernsehen interviewt wurden, waren sehr erstaunt.

Gibt es generell Probleme in Portugal mit gewaltbereiten Jugendlichen?

Ich lebe hier in Frankfurt, ich habe keine offiziellen Zahlen. Probleme mit Jugendlichen gibt es überall. Aber bis jetzt ist Portugal als sicheres Ziel angesehen worden, und wenn man zum Beispiel auf die Internet-Seiten des Auswärtigen Amts schaut, steht dort nichts, was sich auf Portugal bezieht. An unseren Stränden gehen die Leute zwei Stunden lang spazieren, lassen ihre Sachen liegen, und wenn sie zurückkommen, sind sie noch da.

Aber auch in Portugal, in Lissabon, gibt es doch bestimmt Gegenden, die man besser meiden sollte?