Der Handelskonzern KarstadtQuelle hat seine Beteiligung an den Golf-House-Fachgeschäften verkauft. Das teilte das Unternehmen aus Essen am Dienstag mit. Den Anteil von knapp 75 Prozent an dem Golfartikel-Anbieter übernahm die Beteiligungsgesellschaft Arques Industries aus Starnberg noch am selben Tag. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Arques kauft nach eigenen Angaben Unternehmen in Umbruchsituationen und saniert sie mit eigenem Management und der Hilfe einer Task Force spezialisierter eigener Berater.

Golf House beschäftigt derzeit mehr als 170 Mitarbeiter - die meisten davon in Deutschland - und setzte im vergangenen Jahr 23 Millionen Euro um.

Mit der Veräußerung setzt Thomas Middelhoff, Vorstandschef von KarstadtQuelle, den Umbau des notleidenden Handelskonzerns fort. Im Zuge der Sanierung will er schnellstmöglich auch noch die Fachgeschäfte Wehmeyer, Sinn Leffers und Runners Point verkaufen, zudem 75 kleinere Warenhäuser. Beraten wird KarstadtQuelle dabei von der US-Investmentbank Goldman Sachs. Der Handelskonzern betonte, sämtliche Verkäufe würden spätestens Ende September abgeschlossen. Wegen der kleineren Warenhäuser verhandele man bereits mit vier Interessenten über Details.