Endlich sollte über die Generation Praktikum gestritten werden. Die DGB Jugend und die taz haben in Berlin zur Podiumsdiskussion geladen. Dass Hochschulabgänger derzeit keinen Job finden, aber unzählige Praktika absolvieren, treibt die Betroffenen um.

Auf scharfe Konflikte war man also eingestellt, als Christian Kübauch vom DGB, Jannis Tsalikis von der Werbeagentur Scholz & Friends und der Praktikant Norman Niess aufeinander trafen. Doch weit gefehlt. Der Gewerkschafter beginnt, sagt, Praktika seien sinnvoll, nur sollten sie entlohnt werden. Der Werber sagt, dass er eine Vergütung zahle, gar nicht so unbescheiden, das sei selbstverständlich. Dann kritisier ich nicht, was der macht. Das ist eine gute Sache, sagt Kübauch. Dann meldet sich der Praktikant noch zu Wort. Sein derzeitiges Praktikum bei der taz sei toll, die zahle zwar nicht, aber die Arbeitsagentur würde ihn finanzieren.

So wurde der Streit vertagt. Die Teilnehmer haben sich gut verstanden. Und gut, dass sie einmal über das Problem gesprochen haben.