Die von Deutschland und Frankreich gemeinsam genutzte Vertretung im afghanischen Herat ist ein besonderes Beispiel für die Möglichkeiten einer Kooperation beider Länder. Trotzdem will das Auswärtige Amt die zur deutschen Botschaft in Kabul gehörende Außenstelle bis Ende Juli schließen. Zurzeit tun in der Vertretung vier deutsche und zwei französische Diplomaten sowie vier deutsche Polizisten Dienst. Die Einrichtung ist nicht nur ein Beispiel deutsch-französischer Gemeinsamkeit, sondern leistet auch wichtige Sacharbeit. Die vier deutschen Polizisten sind verantwortlich für die Ausbildung der afghanischen Polizei, für die das Bundesinnenministerium sieben Millionen Euro bereitgestellt hat. Diese Beteiligung des Innenministeriums ist nun die letzte Hoffnung. Denn bisher wurde der Innenminister offenbar noch nicht in die Entscheidungsfindung einbezogen.

Otto Schily könnte die Schließung noch stoppen.