Chaos in der Formel 1: Michelin konnte für seine Reifen nicht garantieren, es starteten nur sechs Fahrer. Mit dem Sprecher von Michelin sprach Matthias Stolz.

DIE ZEIT: Wie haben Sie das Rennen erlebt?

Jan Hennen: Ich schaute zu Hause, und es war traurig. Der Reifen war für die Strecken nicht passend, das war unser Fehler, so an die Grenzen zu gehen. Das letzte Vergleichbare für uns war eine Rückrufaktion für Lkw-Reifen vor 22 Jahren.

ZEIT: Und wie war der Montagmorgen?

Hennen: Es riefen einige Fans hier an und tobten: Sie wollen ihre Reifen von ihren Autos nehmen! Dabei sind normale Reifen nach wie vor sicher. Die Leute wollen ihrem Ärger Luft machen, ich kann das verstehen.

ZEIT: Wie groß ist der Imageschaden?

Hennen: So groß wird er hoffentlich nicht sein: Wir haben rechtzeitig vor der Gefahr gewarnt. Trotzdem: Das einzig Positive an der Sache ist, dass Schumacher gewann und die WM jetzt wieder spannend wird.